Konflikte – Kriege – Frieden in der Region Große Seen

Seit Beginn der 1990er Jahre wurde die Region der Großen Seen, besonders die Länder Burundi, Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), Rwanda und Uganda, zu einem der Hauptkrisengebiete Afrikas. Der fast vierjährige Krieg in Rwanda, der am 1. Oktober 1990 mit dem Angriff von Rwandern und Rwanderinnen aus Uganda begann, endete 1994 in einem Genozid mit Hundertausenden Toten.
Aufgrund von politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen in Rwanda flüchteten 1959 und in den 1960er Jahren viele Personen, insbesondere der Bevölkerungsgruppe Batutsi, in die Nachbarländer Burundi, Kongo, Uganda und Tanzania. In Burundi kam es 1972 und in den Folgejahren immer wieder zu schwerwiegenden Auseinandersetzungen, in deren Verlauf sehr viele Menschen, insbesondere Bahutu ermordet wurden, viele flüchteten in die Nachbarländer Rwanda, Tanzania, DR Kongo.

In der DR Kongo, in die im Juni 1994 Hundertausende Menschen aus Rwanda geflüchtet waren, wurden über Jahre Kriege unter Beteiligung von Nachbarstaaten geführt. Bis heute gibt es unzählige Milizen und Armeen, die sich gegenseitig bekämpfen. Die gesamte Region, besonders der Osten der DR Kongo, ist durch diese Konflikte destabilisiert. Insbesondere die Zivilgesellschaft leidet darunter – mehrere Millionen Menschen sind gestorben oder wurden vertrieben. Bis heute werden im Osten des Kongo fast täglich Menschen ermordet und Mädchen und Frauen brutal vergewaltigt. ->> OENZ
Humanitäre, sicherheits- wie auch entwicklungspolitische Probleme und die Ausbeutung der Bodenschätze haben sich zu komplexen Konflikt- und Gewaltstrukturen verbunden.

In den 1990er Jahren wurden zahlreiche internationale und nationale Organisationen mit dem Ziel gegründet, zur Friedensbildung, rechtlichen Aufarbeitung, Konfliktprävention und Heilung der Überlebenden beizutragen. Auf Ebene der Vereinten Nationen gab es zahlreiche Regelungen, um zukünftig Genozide zu verhindern. Weltweit arbeiten seitdem zahlreiche Universitäten und NRO (Nicht-Regierungs-Organisationen, in Englisch: NGO – Non-Governmental-Organisationen) wissenschaftlich oder praktisch zur Region der Großen Seen.

In unserer Bibliothek und in Publikationen finden Sie mehrere Hundert Veröffentlichungen zur Region der Großen Seen, insbesondere ab 1990.

Hier finden Sie eine Auswahl von Institutionen, die zurzeit in der Region aktiv sind.
Stand Dezember 2020

Inhalt

AEGIS Trust

Englisch

AEGIS Trust ist eine NGO, gegründet 1995 im Vereinigten Königreich, mit Sitz im UK, in den USA und in Rwanda. Ziel ist die Prävention und Aufarbeitung von Genoziden. AEGIS Trust ist besonders in Rwanda aktiv und berät das Kigali Genocide Memorial in Rwanda.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind: Friedenserziehung und Bildungsarbeit, Schutz von Personen, die sich in Krisengebieten engagieren oder in denen ein Genozid droht sowie Hilfe für Überlebende. Die Webseite bietet eine umfangreiche Dokumentation zu Genoziden, insbesondere zu Rwanda und Darfur (Sudan), vor-Ort Berichte, umfangreiches Datenmaterial, sehr gute Recherchemöglichkeiten und zahlreiche Online-Publikationen, Videos, Fotos, Artikel und Berichte.

Aegis Trust in Rwanda – Informationen zu einzelnen ProjektenRemember with Rwanda
Aegis Trust YouTube KanalGenocide Archive Rwanda

African Centre for the Constructive Resolution of Disputes – ACCORD

Englisch, Deutsch, Französisch, Übersetzung in viele Sprachen.

Das African Centre for the Constructive Resolution of Disputes (ACCORD), gegründet 1992, ist eine Nichtregierungsinstitution (NGO) für Konfliktmanagement mit Sitz in Durban, Südafrika. ACCORD arbeitet an kreativen Lösungen für die Herausforderungen von Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent mit den Schwerpunkten: Frieden schaffen, Friedensmissionen, Frauen als Akteur*innen. Das Hauptziel von ACCORD ist, politische Entwicklungen zu beeinflussen, indem Konfliktlösung, Dialog und institutionelle Entwicklung als Alternative zu bewaffneter Gewalt und andauernden Konflikten in den Vordergrund gerückt werden.

Die NGO gibt das Magazin „Conflict Trends“ heraus, welches sich auf die analytische Berichterstattung über aktuelle und aufkommende Konflikte und deren Lösung auf dem afrikanischen Kontinent konzentriert.

Conflict Trends 2020/2

African Union

Englisch, Französisch, Arabisch, Portugiesisch, Kiswahili

Die Afrikanische Union (AU) mit Sitz in Addis Abeba, Äthiopien, ist die wichtigste Organisation  auf dem Kontinent und besteht aus 55 Mitgliedstaaten. Sie wurde 2002 als Nachfolger der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU, 1963-1999) gegründet. Die AU hat sich umfassende strategische Ziele für den gesamten Kontinent gesetzt: „Agenda 2063: The Africa We Want„. Sie ist gut organisiert und zurzeit sehr aktiv. Sie bietet auf der Webseite umfassende Informationen zu COVID-19 und zu allen strategischen Programmen wie z.B. Frieden schaffen, Freihandelszone, ländliche Entwicklung, Frauen und Entwicklung.

Das Centre for Disease Control and Prevention – CDC (Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention) der AU in Addis Abeba wurde 2017 gegründet. Das CDC ist 2020 in der Pandemie fachlich sehr gut aufgestellt. Das Institut bietet u.a. Informationen für alle Regionen des Kontinents, Anleitungen für den Bildungssektor, für Transport sowie für Schutzmaßnahmen im klinischen Bereich. Zudem gibt es ein Portal, über das in Afrika hergestelltes medizinisches Material angeboten und gesucht werden kann.

COVID-19 Surveillance Dashboard der Africa CDC

Der Friedens- und Sicherheitsrat (Addis Abeba) ist das ständige Entscheidungsorgan der AU zur Prävention, Bewältigung und Lösung von Konflikten. Es handelt sich um eine kollektive Sicherheits- und Frühwarnvereinbarung, die eine zeitnahe und effiziente Reaktion auf Konflikt- und Krisensituationen in Afrika ermöglichen soll. Es ist die wichtigste Säule der afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur, die den Rahmen für die Förderung von Frieden, Sicherheit und Stabilität in Afrika bildet.

Treaties on Peace & Security

The Carter Center

Englisch

Die vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter (1977-1981) gegründete NGO ist schwerpunktmäßig in den Bereichen Menschenrechte, zivile Krisen- und Konfliktprävention, Gesundheitspolitik und Demokratisierung tätig. In der Region der Großen Seen war das Carter Center im Rahmen seines Conflict Resolution Programms zwischen 1995 und 1997 aktiv. Die Webseite bietet Zugriff auf zahlreiche Dokumente, Analysen und Gutachten zum Download sowie Recherchemöglichkeiten in einer virtuellen Fachbibliothek.

Coalition for Peace in Africa – COPA

Englisch, Französisch

COPA ist ein Forum für verschiedene Organisationen der zivilen Konfliktbearbeitung in Afrika. Ziel sind Stärkung und Ausbau der lokalen und regionalen Netzwerke in den Bereichen Konfliktprävention und Versöhnungsarbeit. Sie finden auf der Webseite weiterführende Informationen und Dokumente, Projektberichte, Bildergalerie und Newsletter sowie ein Verzeichnis von Partnerorganisationen.

Columbia University New York

Die Columbia University Libraries (New York, USA) ist eine erstklassige akademische Forschungsbibliothek und eines der weltweit wichtigsten Forschungs- und Lernzentren. Die Bibliothek umfasst 22 Bibliotheken mit gedruckten und elektronischen Ressourcen in mehr als 450 Sprachen sowie primäre Quellenmaterialien, die über 4.000 Jahre menschlichen Denkens enthalten. Der aktuelle Bestand sind: ca. 13 Millionen Bücher, 160.000 Zeitschriften sowie umfangreiche elektronische Ressourcen, Manuskripte, Karten, seltene Bücher und Videos. Jährlich besuchen vier Millionen Personen die Bibliothek und 20 Millionen konsultieren sie online.

African Studies at Columbia

Entwicklungspolitik Online

Englisch, Deutsch

EPO ist ein unabhängiges Webportal zur Internationalen Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum. Es bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte und Analysen zu entwicklungs- und umweltpolitischen Themen. Regionale Schwerpunkte sind: die Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika und die Entwicklungspolitik der sogenannten Industriestaaten.

Hier einige Institutionen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Friedensmissionen der Vereinten Nationen – Region der Großen Seen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Die Organisation der Vereinten Nationen, auch UNO (United Nations Organization) genannt, ist ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 193 Staaten und, als globale internationale Organisation, ein uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind gemäß ihrer Charta die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Für die Friedenssicherung ist der Sicherheitsrat von herausragender Bedeutung. So ist die UN mit ihren Unterorganisationen in der Region der Großen Seen sehr präsent.

Hier finden Sie Informationen zu UN-Friedensmissionen in der Region der Großen Seen, Mandatsbeschreibungen der Missionen, Hintergrundberichte, Statistiken, Beschlüsse und Dokumente der UN sowie Fotogalerien.

Bericht über die Mission der Vereinten Nationen in Rwanda 1993-1996, 750 S.

UNAMIR (Rwanda, 1993 – 1996)

UNOMUR (Rwanda/Uganda, 1993 – 1994)

ONUB (Burundi, Verlängerung der Mission 2004), seit 2006 keine UN-Mission in Burundi

MONUC (Demokratische Republik Kongo, 1999-2010)

seit 2010: MONUSCO hat am 1. Juli 2010 die frühere UN Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUC) abgelöst. Verlängerung der Mission 2019 durch den Sicherheitsrat.

Aktuelle UN-Friedensmissionen

Internal Displacement Monitoring Centre – IDMC

Englisch, Französisch

Das IDMC, eine NGO, wurde 1999 als Teil des Norwegian Refugee Council (NRC) gegründet (Sitz Genf, Schweiz). Sie verfügt über die weltweit größte Datensammlung zu landesintern vertriebenen Personen und umfassende Analysen zu deren Lebenssituation. Kernstück ist ein Informationsportal sowie eine Datenbank zu Vertriebenen und Ursachen von Krisen und Konflikten. Sie arbeitet eng mit der UN auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe vor allem in der Advocacy Arbeit sowie Trainingskurse für Fachkräfte zusammen. Zu finden sind sehr umfangreiche Informationen, Dokumente und Berichte zu Krisen und Konflikten in der Region der Großen Seen, umfassende Linklisten mit Verweisen zu in der Region ansässigen Organisationen sowie sehr gutes Kartenmaterial.

BurundiRwanda

Demokratische Republik Kongo

International Alert

Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch

International Alert, eine NGO mit Sitz in London, wurde 1986 gegründet. Sie ist im Bereich der Friedens- und Versöhnungsarbeit tätig und besonders in von Gewalt und Krieg betroffenen Gebieten mit Expert*innen und Beratungsteams vor Ort. Die NGO organisiert u.a. Trainingsprogramme für zivile Konfliktbearbeitung sowie Dialogforen. Sie dokumentiert die Situation vor Ort und berät lokale Entscheidungsträger. Die Webseite bietet Informationen über das umfangreiche regionale und thematische Spektrum der Arbeit und zahlreiche Informationen zu Ländern und Partnerorganisationen. Erzbischof Tutu aus Südafrika ist Ehrenvorsitzender der NGO.

Regionale Schwerpunkte – Region der Großen Seen

Rwanda

Demokratische Republik Kongo

International Alert (2020): Can more jobs bring peace? Understanding peace impact in employment programme design in Kenya and Somalia.

International Alert (2020): Maintaining peace and stability in Mali’s Sikasso Region. Strategies to contain land-related conflicts.

International Alert (2018): Policy Brief October 2018. Unity and reconciliation in Rwanda. A look at policy implications vis-à-vis social cohesion.

International Alert (2018): Policy Brief August 2018. Towards sustainable agriculture. Assessing farmers’ role in the promotion of sustainable agriculture and food security in Rwanda.

Vaillant, Charlotte (2006): Peacebuilding in The Great Lakes: Challenges and Opportunities for the EU in the DRC.

International Alert, Réseau des Femmes pour un Développement Associatif, Réseau des Femmes pour la Défense des Droits et la Paix (2005): Women’s Bodies as a Battleground: Sexual Violence Against Women and Girls During the War in the Democratic Republic of Congo, South Kivu (1996-2003).

International Alert; Pole Institute (2004): Natural Resource Exploitation and Human Security in the Democratic Republic of Congo. Seminar Report.

Jackson, Tony (2000): Equal Access to Education: A peace imperative for Burundi.

International Crisis Group – ICG

Englisch, teilweise in Französisch

Das ICG, eine NGO mit Hauptsitz in Brüssel, wurde 1996 gegründet. Weitere Büros sind in New York, Washington D.C. und London. ICG bietet Informations- und Advocacy Arbeit auf internationaler Ebene zur Krisen- und Konfliktlösung und ist in Burundi, Rwanda und besonders in der Demokratischen Republik Kongo aktiv. Sie finden gut recherchierte und umfangreiche Berichte und Analysen zu Konflikten, Akteuren und zur aktuellen Situation.

BurundiRwanda

Demokratische Republik Kongo

International Peace Institute – IPI

Englisch, Französisch

Das IPI (New York City, gegründet 1979 als „International Peace Academy“, seit 2008 International Peace Institute) ist ein internationaler Think Tank. Schwerpunkte der Arbeit sind: Risikoanalysen und die Förderung von Resilienz zur Friedensförderung, Sicherheit und nachhaltiger Entwicklung. Das Institut berät multilaterale Institutionen, Regierungen, Zivilgesellschaften und den Privatsektor zu Themen der regionalen und globalen Sicherheit. Es arbeitet eng mit den Vereinten Nationen zusammen und trägt zur Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen bei. Zudem bietet es Workshops, Trainings und Symposien zur Konflikt- und Krisenprävention an. Online haben Sie Zugang zu Publikationen aus den Arbeitsfeldern, kompletten Publikationslisten über Suchfunktion sowie kurze Hintergrundberichte, Analysen und Studien zu aktuellen Themen der Konfliktprävention, Konferenzberichte und Veranstaltungskalender.

Publikationen zur Region Afrika

IPI en français

JSTOR

Englisch und automatische Übersetzung in viele Sprachen

JSTOR, 1994 gegründet mit Sitz in New York, ist eine Non-Profit-Organisation, die seit 2009 zu ITHAKA gehört. JSTOR ist eine digitale Bibliothek, die ca. 12 Millionen wissenschaftliche Zeitschriftenartikel, 85.000 Bücher und etwa zwei Millionen Primärquellen in 75 Disziplinen umfasst. Viele Dokumente können heruntergeladen werden. Ziel von JSTOR ist, Lehrenden und Lernenden weltweit das Studium durch einen kostengünstigen Zugang zu diesen Quellen zu ermöglichen. Weltweit können Wissenschaftler*innen somit Forschungen durchführen. Die Bibliothek gehört zum Verbund ITHAKA, der zahlreiche weitere Produkte im Medienbereich und weitere digitale Publikationen anbietet.

African Studies

Kigali Memorial Centre Rwanda

Englisch

Das Kigali Genocide Memorial in Rwanda ist die letzte Ruhestätte für mehr als 250.000 Opfer des Genozids gegen die Tutsi 1994. Es ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und des Lernens und empfängt Besucher*innen aus aller Welt. Ziel ist es, zukünftige Massengräuel und Völkermorde in Rwanda und in der Welt zu verhindern. Das Memorial umfasst drei Dauerausstellungen, die größte dokumentiert den Genozid von 1994. Es gibt auch ein Denkmal für Kinder und eine Ausstellung zur Geschichte von Völkermorden auf der ganzen Welt. Sie finden hier eine umfangreiche Dokumentation zum Genozid in Rwanda, zu den Akteuren, der gesellschaftlichen und politischen Aufarbeitung sowie ein Verzeichnis von Gedenkstätten in Rwanda mit Informationen und Bildern.

Das 2004 eingeweihte Zentrum bietet Zugriff zum „Genocide Archive of Rwanda“, welches die weltweit größte Sammlung von Archivmaterial und Zeugnissen zum Völkermord an den Tutsi ist. Ein Bildungszentrum, Gedenkgärten und die Foto- und Videogalerie tragen zu einem bedeutungsvollen Tribut an die Opfer bei und bieten Besuchern ein starkes Bildungserlebnis.

Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung – HSFK

Englisch, Deutsch

Das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK, Frankfurt a. M., Büro in Berlin) wurde 1970 von der Hessischen Landesregierung als selbstständige Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet. Ihre Verfassung garantiert der HSFK völlige wissenschaftliche Freiheit. Die HSFK zählt zu den größten Instituten für Friedensforschung in Deutschland. Das Institut analysiert die Ursachen gewaltsamer internationaler und innerer Konflikte, erforscht die Bedingungen des Friedens und fördert den Friedensgedanken. Darüber hinaus ist es in der Politikberatung für Ministerien, Parteien, NGOs, Unternehmen und einschlägige Organisationen der Kirchen aktiv und vermittelt Hintergrundwissen und Analysen. Ihre politikberatende Funktion erfüllt sie unabhängig, objektiv und parteiübergreifend.

Veranstaltungen

Auf der Webseite finden Sie auch die seit 1987 jährlichen Friedensgutachten. Diese analysieren aktuelle Gewaltkonflikte, zeigen Trends der internationalen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik auf und geben Empfehlungen für die Politik.

Peace Insight

Englisch, Französisch, Spanisch

Peace Insight, eine von Peace Direct erstellte Kartierungsplattform, teilt Informationen zur Friedenskonsolidierung in 20 Konfliktgebieten mit und umfasst 1.843 Organisationen der Friedenskonsolidierung auf der ganzen Welt. Peace Insight wurde 2007 gegründet, um deren unschätzbare Arbeit stärker in den Vordergrund zu rücken. Die Plattform bietet fundiertes Wissen über mehr als vierzig Konflikte auf der ganzen Welt und die Organisationen, die vor Ort arbeiten, um sie zu lösen. Hier finden Sie einen Überblick über die Themenschwerpunkte der Arbeit vor Ort.

Konfliktregion: BurundiKonfliktregion: Demokratische Republik Kongo

Aktuelle Publikationen

Slavery and Anti-Slavery: A Transnational Archive

Englisch

Das Archiv besteht aus mehr als fünf Millionen durchsuchbaren Seiten, die aus Büchern, Broschüren, Zeitungen, Zeitschriften, juristischen Dokumenten, Gerichtsakten, Monographien, Manuskripten und Karten aus vielen Ländern stammen und die Geschichte des Sklavenhandels abdecken. Das Archiv ist spezialisiert auf US-amerikanische, europäische, afrikanische und lateinamerikanische/ karibische Aspekte des Sklavenhandels. Es gibt Dokumente der britischen und französischen Regierung zum Sklavenhandel, Berichte aus Westindien und Afrika.

Stanford University Libraries

Englisch

Die Stanford University Libraries ist das Bibliothekssystem der Stanford University in Kalifornien. Insgesamt umfasst dieses System mehr als 24 Bibliotheken mit zahlreichen Veröffentlichungen zu Afrika südlich der Sahara.

Africa South of the Sahara (Englisch) enthält ausgewählte Internetressourcen und ein kommentiertes Verzeichnis von Online-Ressourcen zu Afrika. Diese können Sie nach Land oder Thema durchsuchen.

RwandaBurundi
UgandaDemokratische Republik Kongo

Stockholm International Peace Research Institute – SIPRI

Englisch

SIPRI (Stockholm), gegründet 1966, ist weltweit eines der größten Forschungsinstitute im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Forschungsschwerpunkte sind Sicherheitspolitik, Produktion und Verbreitung von Waffen, Waffenhandel, Militärpolitik, Konfliktprävention sowie regionale Sicherheit. Sie finden hier eine sehr umfangreiche Dokumentation mit statistischem Material sowie Zugriff auf Datenbanken zu Forschungsschwerpunkten und Nachrichtenseite mit aktuellen Meldungen zu Frieden und Sicherheit.

Afrika

Aktuelle Publikationen zu Afrika

Survivors Fund – SURF

Englisch

Nach dem Genozid 1994 in Rwanda wurde SURF (eine NGO) von einer Rwanderin in London zur Unterstützung der Überlebenden und deren Nachkommen gegründet. Schwerpunkte der Arbeit sind: HIV/AIDS, psychologische Unterstützung, Bildungsmaßnahmen und Ausbildungsförderung, Erinnerungs- und Advocacy Arbeit. Jahresberichte, Augenzeugenberichte, ausführliche Projektbeschreibungen, Lern- und Arbeitsmaterialien sowie Hinweise auf Vereine für Überlebende in Rwanda finden Sie auf der Webseite.

SwissPeace Schweizer Friedensstiftung

Englisch

Die Stiftung SwissPeace wurde 1988 in Bern, Schweiz, gegründet und ist heute angebunden an die Universität Basel. Schwerpunkte sind eine praxisnahe Forschung zu Krisen und Konfliktprävention. Neben einem Frühwarnsystem für Konflikte (FAST: “Frühanalyse von Spannungen und Tatsachenermittlung”) unterhält SwissPeace ein Zentrum für Peacebuilding- Einsätze. Die Stiftung moderiert die Plattform KOFF für Austausch, Dialog und Netzwerk zwischen zivilen und staatlichen Organisationen, die in den Bereichen Frieden, Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit tätig sind. Dort finden sich umfangreiche Hintergrundberichte zur Entwicklung aktueller Konflikte in der Region der Großen Seen.

Fast Country Risk Profile – BurundiFast Country Risk Profile – Rwanda
Fast Country Risk Profile – Demokratische Republik Kongo

United States Holocaust Museum

Englisch

Das United States Holocaust Museum zum Gedenken und der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Holocaust wurde 1993 in Washington D.C. USA gegründet. Es bietet eine umfassende Dokumentation des Holocaust. Das Museum trägt zur Prävention von schweren Verbrechen gegen die Menschheit bei. Das „Early Warning Project“ bewertet das Risiko von Massengräueltaten in Ländern auf der ganzen Welt. Die sehr gut strukturierte Webseite bietet umfassende Informationen, aktuelle Meldungen, Webverzeichnisse und Hintergrundinformationen zu zahlreichen Ländern sowie Filme, Foto-Essays, Interviews und Berichte aus der Region der Großen Seen.

Demokratische Republik KongoGenocide Prevention
RwandaRwanda: The First Conviction for Genocide

Educational Modules Based on Audio Podcasts: Responding to Genocide

The Hague Institute for Global Justice (2014): International Decision-Making in the Age of Genocide: Rwanda 1990-1994. Rapporteur Report.

Zapata, Mollie; Samuels, Rachel (2018): Atrocity Risk in Congo Increases as Elections Near.

USHMM (2019): Announcements and Recent Analysis. State of the World: Mass Killing in 2019.

Ross, Eric (2020): Civilians at Risk in Burundi Ahead of May Elections.

Woocher, Lawrence (2020): Assessing COVID-19’s effects on mass atrocities and atrocity prevention.

University of Antwerp

Englisch, Französisch, Niederländisch

University of Antwerp: Institute of Development Policy

Die Universität Antwerpen, Belgien, bietet auf ihrer Webseite Zugang zum Institutional Repository, eine Open-Access-Publikationsplattform und eine Suchoberfläche, um wissenschaftliche Ergebnisse der Universität Antwerpen zu finden. Das Institut für Entwicklungspolitik (Institute of Development Policy – Instituut voor Ontwikkelingsbeleid – IOB) ist ein multidisziplinäres Institut, das akademische Lehre, wissenschaftliche Forschung und Dienstleistungen zu wirtschaftlichen, politischen und sozialen Aspekten von Entwicklungspolitik anbietet. Es bietet drei Masterstudiengänge, Kurzzeitkurse und ein Promotionsprogramm an. Ein Schwerpunkt der Forschung ist die Region der Großen Seen in Zentralafrika mit umfassenden Forschungen und regelmäßigen Veröffentlichungen zu Burundi, DR Kongo und Rwanda.

Es gibt in Belgien zahlreiche junge Wissenschaftler*innen, die zur Region der Großen Seen forschen. Viele kommen aus der Region, andere waren dort tätig oder haben Verwandte, die während der belgischen Kolonialzeit oder nach der Unabhängigkeit dort tätig waren.

Great Lakes of Africa Centre

Das seit 1996 herausgegebene Jahrbuch zur Situation in der Region der Großen Seen wird seit 2018 als Jahrbuch „Conjonctures de l’Afrique Centrale“ durch das CREAC veröffentlicht. Hier finden Sie Video Präsentationen einiger Kapitel des Jahrbuches 2020.