Wer sind wir?

Wer sind wir?

INHALT

Was bedeutet Imbuto?

Imbuto ist ein Begriff, der den nationalen Sprachen der Länder Burundi und Rwanda in Ostafrika (Kinyarwanda, Kirundi) entliehen ist. 
Imbuto bedeutet ausgewähltes Saatgut, Samenkorn oder Frucht, also etwas das gesät wird und Früchte tragen soll. Das heißt, wir legen – symbolisch gesprochen – ein Korn in die Erde, das begossen wird, damit es reife Früchte tragen wird. Das Wort Imbuto hat eine sehr positive Bedeutung in der rwandischen Nationalsprache. Diesem Anspruch versucht der Verein Rechnung zu tragen.
Seit 20 Jahren sind viele Imbuto gesät worden, gewachsen und tragen gute Früchte.
Imbuto e.V., gegründet 2001, ist eine Menschenrechtsorganisation, die zu einer Kultur des Friedens beiträgt.
2021 feiern wir unseren 20sten Geburtstag!

Der Verein übt seine Tätigkeit auf überparteilicher und überkonfessioneller Ebene aus.

Vorstand von Imbuto

  • Erste Vorsitzende: Johanna Janusch, Hamburg, einzeln vertretungsberechtigt
  • Zweiter Vorsitzender: Sang-Min Park, Fronhausen, einzeln vertretungsberechtigt
    Schatzmeisterin: Susanne Steuber, Frankenberg

    Geschäftsführerin: Hildegard Schürings, Fronhausen
    Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen: Muriel Imhof, Verena Kaden, Farida Malikova

Kontakt

Warum engagieren wir uns?

Imbuto e.V. engagiert sich aus der eigenen Geschichte heraus vor allem für geflüchtete Personen.  Menschen verlassen meist aus lebenswichtigen Gründen ihre Heimat: Krieg, Völkermord, Terror, Verfolgung oder nicht ausreichende Lebensgrundlagen, wirtschaftliche Krisen und dramatische klimatische Veränderungen. Verstärkt wird dies durch zunehmenden Landkauf privater Investoren („Landgrabbing“). Das Resultat – unzählige Menschen verlieren ihr Ackerland, ihre Arbeit, ihr Einkommen und somit ihre Versorgungssicherheit.
Mit Bildungsangeboten informiert Imbuto e.V. über die  Lebensbedingungen und Herausforderungen in Ländern des Globalen Südens.

Die Weltordnung erfordert neues Denken und Handeln und die Weiterentwicklung einer Weltinnenpolitik, die nicht von den Ländern des Globalen Nordens allein, sondern nur gemeinsam von allen Ländern gestaltet werden kann. Dazu bedarf es des Austauschs von Informationen und der Ermöglichung eines Perspektivenwechsels, wozu unsere Arbeit einen Beitrag leistet.
Wir wollen die Welt bewegen!

Unsere Ziele

Wir setzen uns für Frieden, eine gerechtere Welt und Gleichberechtigung für alle Menschen dieser Welt ein!  Imbuto e.V. fördert den Dialog und Austausch zwischen Personen aus Ländern des Südens und aus dem Norden der Hemisphäre. Wir unterstützen das friedvolle gesellschaftliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen.

Alle Menschen, wo immer sie geboren sind, haben gleiche Rechte und Pflichten, so wie sie in der 1948 verabschiedeten Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen vereinbart wurden. Wir tragen zum Schutz dieser Rechte und zur Wahrung der Menschenwürde wie auch zur Verwirklichung der international vereinbarten Kinderrechte bei.

Unser Blog von Kindern für Kindern während des Seminars „Meine Rechte – Deine Rechte – Unsere Rechte“ 2010 erstellt.

Somit unterstützen wir die Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals- SDGs).
Diese Ziele wurden 2015 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet und sollen bis 2030 erreicht werden, daher auch Agenda 2030 genannt.
Erstmalig wurden hier auf politischer Ebene die Aktionsebenen „Nachhaltigkeit und Frieden“ verbunden.

Unsere Arbeit unterstützt insbesondere die Ziele:

Um die Ziele zu erreichen, bieten wir an…

  • Politische Bildungsarbeit auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zur Förderung der Völkerverständigung 
  • Unterstützung von Projekten, die zu einer friedvolleren Zukunft der Gesellschaften beitragen
  • Förderung und Beratung von Gruppen und Einzelpersonen, die sich für eine konstruktive Gestaltung von Gesellschaft und gewaltfreie Konfliktlösung einsetzen sowie den Menschenrechten zur Anerkennung verhelfen
  • Förderung unter den Aspekten Gleichberechtigung und Gerechtigkeit von Wissenschaft und Forschung sowie von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, die die Selbstorganisation unterstützen, um somit Friedensallianzen auf verschiedenen Ebenen zu schaffen.

Erreichen wir unsere Ziele? Das haben wir geprüft …

Evaluierung der Projekte von Imbuto e.V. 2000-2012

Auch Bäche beginnen mit einem Tropfen – Wege der Friedensförderung

Erfahrungen und Lernen aus zwölf Jahren friedenspädagogischer und entwicklungspolitischer Arbeit, 2013

Der Verein Imbuto e.V. führt seit seiner Gründung im Jahr 2000 zahlreiche Projekte durch. Diese Projekte haben zum Ziel, zu einer Kultur des Friedens beizutragen und den Dialog zwischen Personen afrikanischer Gesellschaften und aus dem Norden der Hemisphäre zu fördern. Anlass der Gründung des Vereins war die Tatsache, dass 1994 ein Krieg und Genozid in Rwanda, Zentralafrika, stattfand. Einige Familien konnten in dieser Zeit nach Europa evakuiert werden. Nach mehreren Seminaren mit ihnen zu den Themen: „Asyl, Rolle von Frauen, Erziehung und Schule“ wurde u.a. auf Wunsch von Jugendlichen Imbuto e.V. gegründet. Seitdem ist der Verein international tätig, sowohl in Europa wie in der Region der Großen Seen, Zentralafrika. Zielgruppen sind besonders Kinder, Jugendliche und junge Leute verschiedener kultureller Herkunft.

Das zwölfjährige Bestehen des Vereins im Jahr 2012 war Anlass, systematisch über die vergangenen Jahre nachzudenken, zu analysieren und zu bewerten, welche Ergebnisse Imbuto erreicht hat. Damit sollten die Lernprozesse von Imbuto unterstützt und mit dem Blick zurück neue Perspektiven für die zukünftige Arbeit geschaffen werden. Zwölf Jahre der Friedensförderung und Konfliktbearbeitung sowie der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu evaluieren, ist eine äußerst komplexe Aufgabe und dies bezüglich der Datenlage, den empirischen Methoden wie auch der Möglichkeit, Teilnehmende an den bisherigen Projekten zu erreichen. Es handelt sich insgesamt um 29 Vorhaben von mehreren Tagen, Wochen oder Monaten, insgesamt 230 Veranstaltungstage mit 868 Teilnehmenden, davon 56 % weiblich und 44 % männlich sowie ca. 846 Gästen bei öffentlichen Veranstaltungen. Zusätzlich wurden zwölf meist eintägige Veranstaltungen angeboten, an denen geschätzt 675 Personen teilnahmen. Dazu kommen die Leser*innen des sehr informativen Webportals, das seit zehn Jahren regelmäßig aktualisiert wird und alle Vorhaben ausführlich dokumentiert. Imbuto hat sich für einen pragmatischen Weg für die Evaluierung entschieden, der mit den begrenzten personellen und finanziellen Kapazitäten auch leistbar war. Um möglichst objektiv zu sein, wurden externe Evaluatoren hinzugezogen, die weitgehend ehrenamtlich die Evaluierung unterstützt haben.

Die Ergebnisse sind insgesamt sehr positiv, die Themenwahl hatte sehr hohe Relevanz für die Teilnehmenden an den Aktivitäten. Die angewandten Methoden waren geeignet, die Ziele zu erreichen. Insgesamt sind Wirkungen auf der individuellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Ebene sowohl in Europa wie in der Region der Großen Seen zu beobachten. Der Verein arbeitet sehr professionell und effektiv. Unter Effizienzaspekten, sind die eingesetzten Mittel sehr sorgsam verwendet worden. Etwa 95 % der Aktivitäten werden ehrenamtlich geleistet, was gleichzeitig ein hohes Risiko im Hinblick auf die Zukunft des Vereins darstellt. Bezüglich der Nachhaltigkeit werden die Lernergebnisse und Veränderungen bei den Teilnehmenden weiter genutzt, denn für viele waren diese prägend für die Persönlichkeit, die berufliche Situation und auch die sozialen Beziehungen. Bezüglich der Zukunft des Vereins ist diese Evaluierung sehr nützlich, um sich eventuell neu zu positionieren und neue Perspektiven zu entwickeln.

Der vorliegende Bericht zeichnet die Hintergründe, die theoretischen Konzepte sowie die vielfältigen Entwicklungen der letzten zwölf Jahre nach und analysiert und bewertet die Ergebnisse der empirischen Erhebungen. Imbuto e.V. wünscht eine interessante, spannende Lektüre. Vergessen Sie nicht, die Wertungen der Teilnehmenden im Anhang zu lesen, denn diese spiegeln die Vielfalt von Imbuto wider.                           
Fronhausen, im Mai 2013

Wir freuen uns über das zahlreiche positive Feedback, das wir erhalten haben: aus Frankfurt, Freiburg, Bonn, Berlin und Bellnhausen, aus Benin, Burundi, Chile, Florida, Ghana, Rwanda, Senegal!

Unsere Mitglieder

Zurzeit hat Imbuto e.V. 33 Mitglieder. Sie leben in Deutschland, Belgien, Guinea-Conakry, Niederlande, Rwanda oder im Senegal.
Viele haben in Ländern des Südens besonders auf dem Nachbarkontinent Afrika gearbeitet oder sind dort geboren und haben eine Fluchtgeschichte z.B. in der Region der Großen Seen in Zentralafrika. Manche haben Krieg und die Ermordung von geliebten Menschen erfahren.
Wir haben vielfältige Erfahrungen in verschiedenen kulturellen Kontexten, z.B. in Europa und auf dem Kontinent Afrika. Wir sind kreativ und solidarisch, wir bewegen uns und gestalten die Zukunft. Uns eint die Hoffnung auf eine bessere friedvolle und nachhaltige Zukunft, die wir aktiv gestalten.

Wir bringen ein breites Spektrum von beruflichen und institutionellen Erfahrungen ein: vom Kindergarten bis zur Hochschule, von Mitwirkenden im öffentlichen Dienst bis zu Freiberufler*innen, von Gebieten wie Wirtschaft und Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Film und Kunst, Erziehungswissenschaft, Berufsbildung, Erwachsenenbildung, Friedens- und Konfliktforschung, Medizin …  Wir bewegen uns alle in großen Netzwerken.
Wir sprechen: Deutsch, Englisch, Französisch, Kinyarwanda, Spanisch. Aufgrund eigener Lebens- und beruflicher Erfahrungen haben wir gute Kenntnisse über viele afrikanische Länder, besonders in der Region der Großen Seen (Burundi, Rwanda, DR Kongo), in Westafrika im Senegal und im Maghreb (Algerien, Marokko, Tunesien).

Uns vereint die Überzeugung, dass unsere Welt gerechter werden muss, und daran arbeiten wir ehrenamtlich.

Was wir tun

Wir geben jenen eine Stimme, die sonst wenig Chancen haben, gehört zu werden. Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Süden oder Benachteiligte im Norden, damit sie ihre Rechte vertreten können.

Wir organisieren auf regionaler und internationaler Ebene politische Bildungsarbeit zur Förderung der Völkerverständigung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Unsere Angebote: vielkulturelle Seminare, Vorträge, Konferenzen. Themen sind: Zukunft gestalten, Friedensförderung, Anti-Rassismus, Flucht und Migration, interkulturelles Zusammenleben, gesellschaftliche Teilhabe, Versöhnung und Gerechtigkeit. Wir dokumentieren die meisten Projekte und  veröffentlichen unsere Erfahrungen sowie thematische Studien. Diese können gerne von anderen Personen oder Institutionen genutzt werden.

Zielgruppen

Wir möchten Menschen ansprechen, die neugierig sind und mehr wissen wollen über globale Zusammenhänge. Wie leben Menschen in anderen Ländern und Kontinenten? Was wünschen sie sich, welche Hürden gilt es zu überwinden? Warum verlassen Menschen ihre Heimat, wie wollen sie leben? Welche Erfahrungen machen sie auf dem Weg in eine bessere Zukunft?

Wir sprechen Bildungseinrichtungen an: Schulen, Hochschulen und Universitäten, außerschulische Bildungsträger, internationale und nationale Nicht-Regierungs-Organisationen – NRO sowie Vereine, Kirchengemeinden, Gewerkschaften und Unternehmen, kommunale Einrichtungen und Beratungsdienste.

Wir freuen uns über jede Person, die wir mit unserer Arbeit erreichen.

Wir arbeiten zusammen mit… Ehrenamtliche | Partnerorganisationen | Förderinstitutionen

  • Je nach Projekt mit vielen Einzelpersonen, ehrenamtlich Aktiven, nahen und fernen Nachbar*innen …
  • Unsere Partner sind zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen, staatliche wie kommunale Institutionen und Einzelpersonen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene ….

Mit vielen Personen und Organisationen haben wir oft mehrere Monate, Jahre oder gar Jahrzehnte zusammengearbeitet. Es war immer eine bereichernde Zeit mit sehr viel gemeinsamem Lernen, Austausch, Lachen und Weinen.
DANKE an Alle, Thank you so much, Merci beaucoup, Muchas gracias, Murakoze cyane.

Tatjana Anderson (✝ 2018), Eva Anderson-Park, Michel Barnaud, Dan Bar-On (✝ 2008), Inka Barnett, Lydie-Isabelle Benninghofen-Twibanire, Tristan Benninghofen, Malte Bering, Jean-Louis Bisangwa, Ananie Bizimana, Jean D. Bizimana, Jule Bumiller, Delphine Büttner, Pauline Disonn, Arne Erdmann, Sebastian Günther, Eschwa Helmand, Lula Helms, Friederich Hirler, Muriel Imhof, Johanna Janusch, Diane Kabanda, Verena Kaden, Alphonsine Kayinamura-Ihunge, Ursula Kiesow, Ute Köcher, Andrea Kornek, Mathias Krams, Luise Lehmann, Farida Malikova, Jean-Jacques Maïkere, Sarah Merdian, Elisabeth Meyer, David Muhirwa, Annika Mülller, Anne-Gisèle Nimbona, Anne Ghislaine Nimbona, Gabriella Nimbona (✝ 2019), Xavérine Niwemutoni, Bernard Niyomugabo Rubangura, Veronika Ott, Andrea Pabst, Sang-Min Park, Günter Raabe, Ingo Prager (✝ 2011), Christoph Mushayija Rath, Silvia Rath, Miriam Richter, Ganisyha Runyinya, Kami Runyinya, Aristide Ruyasitire, Ulrich Schäfer, Laurence Schneider, Hildegard Schürings, Jona Schürings, Jasmin Scholle, Burkhard Schops, René Sibomana, Richard Sibomana, Susanne Steuber, Anne Westerholt, Jo Westerholt, Fra Zeller … Danke auch an die hier nicht Genannten!

Die Mitglieder des Organisationsteams der Internationalen Konferenz „No future without the past – …“ , die 2008 in Marburg stattfand, haben zwölf Monate lang ehrenamtlich sehr viel Energie in die Vor- und Nachbereitung investiert: Magnus Adler, Tatjana Anderson (✝ 2018), Eva Anderson-Park, Markus Bayer, David Bodensohn, Gunnar Fischer, Aimée Frank, Jana Groth, Sebastian Otto Günther, Toni Hassenmeier, Daina Hues, Sarah Koch, Klaas Kunst, Kai Lipfert, Johannes Melzer, Anne-Gisèle Nimbona, Kaveh Omaraie-Hamedani, Kirsten Orschulok, Veronika Ott, Andrea Pabst, Steffi Pohl, Hildegard Schürings, Jasmin Scholle, Carla Schraml, Marion Vohla, Gudrun Werding.

Imbuto e.V.: Internationales Symposium, No future without the past … Veröffentlichung 2009 in Englisch, Französisch

Danke auch an die hier nicht Genannten!
Und an viele weitere: die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, Teilnehmenden und Referent*innen der Seminare, der Begegnungsprogramme in Deutschland, Rwanda, Belgien, Frankreich, Schweiz, des internationalen Symposiums 2008 in Marburg, an Seminaren in Rwanda mit Teilnehmenden aus Rwanda, Burundi, Uganda, Kenya, Demokratische Republik Kongo sowie unseren Gastgeber*innen und all denen, die im Hintergrund sehr wirksam waren.
Gemeinsam entdecken wir immer wieder neue Welten.

Danke für die vielen gemeinsamen Lernerfahrungen!

Action Jeunesse et Environnement, Sénégal
Academic expierence worldwide, Frankfurt am Main
Africa alive Festival, Frankfurt a. M.
Africa Foundation e.V., Frankfurt a. M.
Altes Amtsgericht, Tagungsstätte 35112 Fronhausen
Akademisches Auslandsamt der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule RWTH, Aachen
Aktion Sühnezeichen, Berlin
Association Hirondelle, Ardèche, France[1]

Buchladen Roter Stern, Marburg
Bundeszentrale für Politische Bildung

Club Voltaire, Frankfurt a. M.
Colloquium e. V., Marburg

Deutscher Entwicklungsdienst – DED, 2011 Fusion mit GTZ – Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit -> GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH

Eirene International, Schweiz
Eirene Suisse, Genf
Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen
EU – Jugend für Europa
Evangelische Studierendengemeinde – ESG, Aachen
Evangelische Studierendengemeine – ESG, Bonn
Evangelische Studierendengemeinde – ESG, Siegen
Evangelische Kirchengemeinden Fronhausen und Hassenhausen
Evangelische Freikirchliche Gemeinde Hassenhausen

Gedenkstätte Buchenwald
Gemeinde 35112 Fronhausen
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – GEW, Hessen Groupe de Labeaume pour la Paix, la Solidarité et le Développement asbl, Ardèche – France

Haus am Dom, Frankfurt am Main
Haus der Wannseekonferenz, Berlin

Inkindi n’Amanzi, Belgien
Initiative pour la Paix dans la Région des Grands Lacs – Genf, Eirene Schweiz
Initiative Pro Afrika e.V.
ISOKO e.V. – Internationale Solidarität und Kommunikation, Bonn

Jüdische Gemeinde, Marburg

Katholischer Fonds
Katholische Kirchengemeinde Fronhausen-Lohra
KIF – Kultur in Fronhausen

Landkreis Marburg-Biedenkopf
Landsynagoge Weimar-Roth
Lutherische Pfarrkirche St. Marien, Marburg
Muntu Afrika, Aachen

Philipps-Universität Marburg, Zentrum für Konfliktforschung + Fachschaft FUK – Friedens- und Konfliktforschung
Psychosozial Verlag Haland & Wirth, Gießen

Stadt Bonn, Amt für Kinder, Jugend und Familie
Stiftung Nord-Süd-Brücken, Berlin

Volkshochschule Siegen
Ziviler Friedensdienst – ZFD- DED, Rwanda

Partnerorganisationen aus Burundi – Nicht-Regierungs-Organisationen – NRO:

ABJE – Association burundaise pour le maintien de l’Unité au sein de la Jeunesse
ABREPA – Association burundaise pour la Recherche et l’Etude en Pédagogie Appliquée
APDH – Associations pour la Paix et les Droits de l’Homme
CAJABU – Carrefour des Jeunes Artistes du Burundi
CJABU – Collectif pour la Promotion des Associations des Jeunes
LANOVA – Ligue Africaine pour la non-violence active
Ligue des Jeunes

Partnerorganisationen in Rwanda

  • Ambassade de la République Fédérale de l’Allemagne au Rwanda
  • Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit – GTZ, Rwanda, seit 2011: GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
  • Association des Etudiants en Psychologie Clinique et pour la Santé Mentale – AEPCSM – Université Nationale du Rwanda – UNR, Faculté de l’Education de l’Université Nationale du Rwanda
  • Institut de Recherche et de Dialogue pour la Paix – IRDP, Kigali
  • Institut Polytechnique de Byumba, Rwanda, heute: University of Technology and Arts of Byumba – UTAB
  • Ligue des Droits de la Personne dans la Région des Grands Lacs – LDGL
  • MEMOS Rwanda und DED-Rwanda
  • Rwandan Union for Youth Affected by Armed Conflicts – RUYAAC
  • Association des Guides du Rwanda
  • Association des Etudiants et Elèves Rescapés du Génocide – AERG
  • Association Umuseke
  • Twitabire Gacaca, Maison des Jeunes, Kimisagara, Kigali
  • Service Allemand au Développement – Service civil pour la Paix – DED
Partnerorganisationen des wissenschaftlichen Symposium 2008

Teilnehmende von dreißig Universitäten und Institutionen in Europa (Belgien, Deutschland, Schweiz), in Zentralafrika (Burundi, Demokratische Republik Kongo, Rwanda), in den USA (Florida) und in Chile

sowie Journalisten und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft:

Liga für Menschenrechte in der Region der Großen Seen – LDGL
Liga der Batwa in Burundi
Ibuka – Rwanda
Mitglieder von Frauenorganisationen, die Witwenorganisation AVEGA – Rwanda
Jugendliche in Europa, Imbuto e.V.
Studierende der klinischen Psychologie in Rwanda
Mitarbeiter*innen des Zivilen Friedensdienstes – ZFD in Rwanda
und ein Sonderberichterstatter (DR Kongo) der Vereinten Nationen

Imbuto e.V.: Internationales Symposium, No future without the past … Veröffentlichung 2009 in Englisch, Französisch


[1] Einige Organisationen wurden inzwischen aufgelöst

Zahlreiche Projekte wurden durch das vielfältige ehrenamtliche Engagement, viele Eigenmittel und Spenden ermöglicht. Andere Vorhaben erhielten Unterstützung durch zahlreiche Organisationen. Dafür und auch die immer konstruktive Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich.

Aktion Mensch, Bonn
Aktion Selbstbesteuerung, Stuttgart
Auswärtiges Amt, Berlin – Institut für Auslandsbeziehungen IFA – Programm ZIVIK

Brot für die Welt, Berlin
DekaBank, Frankfurt am Main
Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit – GTZ, seit 2011: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit – GIZ

Engagement global
Europäische Gemeinschaft – Aktionsprogramm Jugend für Europa EU – Jugend für Europa Bonn
Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen
EPN – Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen
Evangelischer Entwicklungsdienst – EED, Ausschuss für Bildung und Publizistik (ABP) heute: Brot für die Welt
Evangelische Studierendengemeinde – ESG, Aachen
Evangelische Studierendengemeinde – ESG, Bonn
Evangelische Studierendengemeinde – ESG, Siegen

Haus am Dom, Frankfurt am Main
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, früher: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden
Hessische Staatskanzlei, Wiesbaden

Katholischer Fonds, München

Landkreis Marburg-Biedenkopf

„Misch mit“ – Bundesprogramm „Demokratie leben“, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Office franco-allemand de la Jeunesse, Berlin

Stadt Bonn, Amt für Kinder, Jugend und Familie
Stiftung Umverteilen, Berlin

Volksbank Mittelhessen
Volkshochschule Siegen

Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität Marburg mit Finanzierung durch die Volkswagenstiftung Hannover
+ Fachschaft FUK – Friedens- und Konfliktforschung Universität Marburg

Seit 2000 haben viele Menschen bei Imbuto-Projekten mitgewirkt: wir zählen bisher mindestens 4.000 Teilnehmende an unseren Projekten aus mehr als 30 Ländern, Gäste der Kulturabende, Besucher*innen von Vorträgen und Veranstaltungen, viele besonders junge ehrenamtlich Tätige, Teamer*innen und Referent*innen vieler Nationen.
Es ist uns wichtig, dass alle einbezogen werden und so wechselseitige Lernprozesse entstehen.
Dank der ehrenamtlichen Arbeit vieler Personen und durch die Förderung von zahlreichen Organisationen haben wir unsere Projekte umsetzen können.

Wie uns unterstützen?

Es gibt sehr viele Möglichkeiten: mitmachen, solidarisch handeln, eigene Kompetenzen einbringen, spenden … Schauen Sie hier!

Awards – Good Practice

Die schönsten Awards, die wir seit 2000 regelmäßig erhalten, sind das Feedback der Teilnehmenden an unseren Projekten.
Dies sind meist junge Menschen, die sich dank unserer Arbeit gestärkt fühlen, für ihr Leben neue Perspektiven entwickelt haben und mit viel Hoffnung in die Zukunft schauen!

2003
EU-Kommission, Jugend für Europa, Brüssel, für das Projekt:
„Wo liegt eigentlich Afrika?“ Politik – Interkulturelle Beziehungen – Rassismus – Identitäten – Menschenrechte – „Où se trouve l’Afrique?“
3.08.-11.08.2002 Fronhausen, in Zusammenarbeit mit Inkindi, Belgien.

Der Workshop „Wo liegt eigentlich Afrika?“ wurde im Oktober 2003 neben sechs anderen Projekten aus insgesamt dreißig Ländern als „good practice“ Beispiel für „INitiative – INtercultural dialogue – INclusion“ von der EU-Kommission, Jugend für Europa, Brüssel ausgezeichnet.

2005
Unser Projekt, durchgeführt mit MEMOS und AEPCSM – Rwanda, wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen-ifa-zivik, Berlin, als gutes Beispiel – Good Practice ausgezeichnet:

Voneinander lernen – nach dem Holocaust in Europa – nach dem Genozid in Ruanda – Ein Leben nach dem Tod ist möglich

Dieses Projekt entstand aus den Folgeprojekten der Jugendbegegnungen 2003 in Rwanda: Für Frieden und Versöhnung.

Die Projekte gehören zu den Programmen zur Förderung von Frieden und Versöhnung mit Jugendgruppen der Region der Großen Seen, Zentralafrika. Diese fanden in Rwanda und Deutschland statt.

Zum fünfjährigen Bestehen des Programms ZIVIK – Zivile Konfliktbearbeitung – hat das Institut für Auslandsbeziehungen das Buch: „Frieden und Zivilgesellschaft – Fünf Jahre Förderprogramm Zivile Konfliktbearbeitung“ Wochenschau Verlag, Schwalbach 2006 herausgegeben.

Hier finden Sie weitere Informationen: Wege zum Frieden.

Erfahrungen von Christoph … aus unserer Evaluierung „Auch Bäche beginnen mit einem Tropfen – Wege der Friedensförderung“

„Im Sommer 2000 organisiert Imbuto das erste Sommerseminar unter der Überschrift „Interkulturelle Begegnungen“ im Alten Amtsgericht in Fronhausen. Zu diesem Zeitpunkt bin ich fünfzehn Jahre alt und einer der jüngeren Teilnehmer. Ich weiß nicht so recht, was mich erwartet, nur, dass noch ein paar Jugendliche, manche darunter rwandisch-stämmig, so wie ich, dort sein werden. Das Seminar soll eine Woche gehen und Diskussionen, Gruppenspiele und Ausflüge anbieten, dazu Fragen zu kultureller Identität, interkulturellem Austausch, Rassismus und anderen ähnlichen Themen nachgehen.

Ich kann nicht leugnen, dass für jemanden wie mich, der damals wenig Kontakt zu anderen rwandischen Familien hatte, diese Veranstaltung eine gewisse Neugier weckt. Die anderen Teilnehmer werden später diese Lücke in meinem Adressbuch schließen. Als ich das erste Mal vor dem Amtsgericht stehe, weiß ich es noch nicht, aber in den kommenden Jahren erwarten mich durch Imbuto viele Freundschaften und Abenteuer. Wir werden viel diskutieren und streiten. Wir werden Heidenfreuden haben. Gemeinsam werden wir nach Rwanda reisen und versuchen zu verstehen, woher wir kommen. Es wird unglaublich traurige Momente geben. Doch was sonst kann man von Freundschaften und Abenteuern erwarten?

Als wir uns mit diesem Seminar zum ersten Mal als Imbuto treffen, finden nicht nur verschiedene Menschen verschiedener Kulturen zueinander. Es sind auch alle Altersgruppen vertreten. Weil Imbuto Mütter, Geschwister und Freunde eingeladen hat, begleiten Söhne, kleine Schwestern und alte Freunde die Teilnehmer und sind damit selber Teilnehmer.

Für mich ist Imbuto in dieser Zeit ein Forum, um meine ersten Versuche, mein politisches und kulturelles Denken in Worte zu fassen, nicht ohne dabei zu wenig Zeit zu haben, im Hof Basketball zu spielen oder mich in die älteren Mädchen zu verlieben. Im Gegenteil, denn an diesen in den meisten Fällen kläglichen Versuchen irgendetwas Schlaues über, sagen wir „Interkulturalität in Zeiten globaler Vernetzung“ zu sagen, daran sind die verschiedenen Gisèles und Delphines schuld. Leider ohne Erfolg. Im Laufe der Zeit werden wir jedoch eine Familie. Eine innige Bande, deren Begrüßungs- und Abschiedszeremonien an westafrikanische Tradition erinnert. Wann immer man jemanden nach einem oder zwei Jahren wiedersieht, geht einem das Herz auf. Der- oder diejenige hat inzwischen diesen Abschluss oder jenen Job, hat ein Kind oder wohnt in Irland. Vielleicht merkt die eine oder andere, wie groß und reif ich geworden bin in der Zwischenzeit?

„Mein Gott, Stephane, warst nicht du statt ich zwei Köpfe kleiner damals?“ Und wenn es Abschied heißt, dann trauern wir um das eine oder die zwei Jahre, die bis zu unserem Wiedersehen vergehen werden. Schließlich kann man aus den Fotos, die während der Seminare gemacht wurden, eine Collage über das eigene Älterwerden machen. Wir, die damals jung waren, sind nun die Älteren. (Und um mir eine kleine, genugtuende Eitelkeit zu erlauben, soll hier erwähnt sein, dass ich glaube, dass die neuen Jüngeren uns neue Alte mit einem oder zwei sehnsüchtig verträumten Blicken nachgeschaut haben…) Wir sind erwachsen geworden. Es fällt uns leichter, früh aufzustehen, und schwerer, unterm Korb ein paar Punkte zu holen.

2011 stirbt Ingo Prager. Ende 2012 schließt das „Alte Amtsgericht“ seine Türen als Bildungs- und Freizeitstätte. So kommt es – ähnlich unerwartet wie damals, als ich nichtsahnend vor dem Gebäude stand – dass ein Kapitel zu Ende geht. Seit seinem Anfang gehört zu Imbuto auch das Alte Amtsgericht. Und es scheint, dass auch Imbuto sich verändern muss. Ohne dass wir es gemerkt haben, ist Imbuto älter geworden.“

Christoph Mushayija Rath, Januar 2013

Zur Erinnerung

Wir haben einen lieben Freund Ingo Prager verloren. Ingo, Du hast uns 18 Jahre auf vielen Wegen begleitet, uns immer sehr herzlich im „Amtsgericht“ Fronhausen aufgenommen, für unser leibliches und emotionales Wohl allerbestens gesorgt. Danke Ingo für die vielen Gespräche, für Deine Solidarität mit jenen, die Unterstützung brauchen. Du warst Mitglied unserer Familie.

Nous avons perdu un grand ami Ingo Prager. Ingo, durant 18 années tu nous a accompagné sur nos chemins. L’accueil par toi au « Amtsgericht » de Fronhausen a toujours été très aimable. Tu nous a toujours encadré par des délicieux repas et l’affection donnée à tous. Ingo, merci pour les nombreuses et chaleureuses conversations, et pour ta solidarité avec les moins munis. Tu étais un membre de notre famille. Adieu!

Für alle Imbuto – Pour tous les Imbuto Januar – Janvier 2011 Kontakt: Anregungen&Feedback