20 Jahre Imbuto e. V.

Alle Projekte, die wir 2021 durchgeführt haben, werden hier dokumentiert. Es geht weiter …

Imbuto, gegründet am 4. März 2001 in Fronhausen an der Lahn.
Wir freuen uns über Mitarbeit & Spenden! Danke schön!

Meine Welt – Deine Welt – Unsere Welt(en)
Mon univers – ton univers – nos univers

An unserem Geburtstagsprogramm 2021 haben 21! Personen mitgewirkt:
Lydie Benninghofen-Twibanire, Jean-Louis Bisangwa, Martine Danadam (Mokolo – Cameroun), Arne Erdmann, Monika Hamann, Muriel Imhof, Divine Ineza, Johanna Janusch, Verena Kaden, Luise Lehmann, Farida Malikova, Aline-Gislaine Nimbona (Dakar – Sénégal), Anne-Gisèle Nimbona, Sang-Min Park, Christoph M. Rath, Ganishya Runyinya (Brüssel – Belgien), Xiaohe Shi, Ulrich Schäfer, Hildegard Schürings, Jona Schürings, Susanne Steuber.
Die Firma Kodarto in Gießen hat das Webportal technisch umgesetzt.
Herzlichen Dank an alle.

Wir freuen uns über ->> Anregungen und Feedback.

Seit Dezember 2021 gibt es www.imbuto.net teilweise auch in ->> Englisch.
Merci vielmals an:
Muriel Imhof & Farida Malikova & Sang-Min Park & Jona Schürings & Hildegard Schürings

Wir gehören zu den Gewinner*innen des Förderwettbewerbs der Volksbank Mittelhessen: „ZUSAMMEN – Projekte für Jung und Alt“. Wir freuen uns sehr! Herzlichen Dank!
Die Erzählabende „Märchen aus aller Welt – Für kleine und große Leute“ werden 2022 fortgeführt, siehe unten…

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Imbuto e.V. lädt ein „Hilft die Hilfe? Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit“ – EZ am 5.11.2021! Die EZ – oft Entwicklungshilfe genannt – steht seit den Anfängen der Entwicklungspolitik in den 1960er Jahren in der Kritik. Argumente sind z.B., die EZ zeige keine positiven Wirkungen, korrupte Regime profitierten von der Hilfe, die Staaten des Nordens hätten mehr Nutzen als die Länder des Südens oder die EZ zementiere politische und wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Für die Veranstaltung stellt die “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” den Rahmen dar. Ihr Kern sind 17 Ziele mit dem Slogan „Niemanden zurücklassen!“. Die Ziele gelten für alle Staaten – erstmals im Norden wie im Süden. An Beispielen wird die Wirksamkeit von EZ untersucht: Wie kann man prüfen, ob Vorhaben wirksam sind? Welche Bedingungen, Kriterien und Strukturen sind dafür notwendig? Welche Rolle spielen Teilhabe und Empowerment von Zielgruppen? Darüber wollen wir gemeinsam diskutieren.
Die Referentinnen H. Schürings und S. Steuber wie auch die Moderatorin L. Lehmann bringen ihre langjährigen Erfahrungen in Vorhaben der EZ, insbesondere auf dem Nachbarkontinent Afrika, ein.
->> Dokumentation: Hilft die Hilfe 2021
Gefördert durch: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Freiwilligenagentur Marburg, Engagement Global mit Unterstützung durch das BMZ und sehr viel Engagement von Imbuto.

September 2021: Märchen aus aller Welt Für kleine und große Leute
Wir sind online nach China, Rwanda und Usbekistan gereist, haben Land und Leute, Essen und Feiern kennengelernt, haben viel erfahren über andere Welten. Und gespannt den Märchen, erzählt in Mandarin, Kinyarwanda, Usbekisch und in Deutsch zugehört.
Wir danken den Reisebegleiter*innen und Erzähler*innen:
Monika Hamann & Xiaohe Shi, Hildegard Schürings & Divine Ineza, Farida Malikova & Johanna Janusch sowie Muriel Imhof & Sang-Min Park für fachliche Begleitung sowie allen Kindern und Erwachsenen für den kreativen schönen Austausch.
Wir bieten die Erzählabende für VIELE, Junge und Alte, in 2022 an! Bei Interesse melden Sie sich hier.

Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie – 2021 – Erfahrungen von Imbuto, Interview: Alina Kern – EPN Hessen

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Hildegard Schürings ist Geschäftsführerin und Gründungsmitglied von Imbuto e.V., der 2021 seinen 20sten Geburtstag feiert. Sie ist Erziehungswissenschaftlerin und war beruflich viele Jahre als Beraterin in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, meistens auf dem afrikanischen Kontinent. Der Verein hat Mitglieder:innen in sechs Ländern aus Europa und Afrika. Viele Mitglieder:innen sind in Rwanda geboren oder haben dort gearbeitet. Der Krieg und Genozid 1990-1994 in Rwanda hat Imbutos Arbeit sehr geprägt.
Was hat sich seit dem Beginn der Pandemie für Eure Arbeit geändert?

Aufgrund der Internationalität haben wir seit Gründung von Imbuto vorrangig über die Kontinente hinweg digital kommuniziert. Dies hat sich natürlich noch verstärkt. Für die Erstellung des neuen Webportals hat ein engagiertes Imbuto-Team über acht Monate vierzehntägig Online-Sitzungen organisiert. Etwa 80% unserer Aktivitäten der letzten 20 Jahre sind dort dokumentiert. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden, und es hat viel Spaß gemacht! Es war ein Prozess des Gestaltens und des „Wiederentdeckens“. Themen wie Migration, Interkulturalität, Gegen Rassismus, Friedensförderung, zu denen wir seit 20 Jahren arbeiten, sind bis heute relevant. Unsere Lernerfahrungen und Konzepte können wir nun mit Nutzer:innen des neuen Portals teilen.
Der Mangel an sozialer Kommunikation ist schwierig. Über Online-Formate lassen sich die Situation und Reaktion von Menschen schwer einschätzen, es fehlen die Botschaften über Gestik und Körperhaltung. Lange Online-Sitzungen erfordern hohe Konzentration und sind ermüdend. Wir arbeiten alle ehrenamtlich, viele sind berufstätig und haben Kinder, daher können wir uns nur abends oder am Wochenende austauschen.

Was habt Ihr unternommen, um mit der neuen Situation umzugehen?
Da keine Präsenz-Veranstaltungen möglich waren, haben wir das neue Portal und eine Webseite mit Blogs erstellt. Das erste Blog „Corona auf dem Nachbarkontinent Afrika“ mit der Unterseite „Afrika der Vielfalt“ ist eine Art internationaler Medienspiegel, der ein breites Spektrum abdeckt. Es gibt Beiträge auf Deutsch, Englisch und Französisch aus ca. 40 Medien in Deutschland, Belgien, Frankreich, Algerien, Tunesien, Senegal, und Kenya. Die Beiträge sind Debatten, Videos, Fotos und Artikel.
Im Juli haben wir ein weiteres Blog „Black Lives Matter“ gestaltet. Dort geht es um lokale und eigene Diskriminierungserfahrungen wie z.B. die Ermordung von neun Personen in Hanau, internationale Reaktionen auf die Ermordung von George Floyd und um die Kolonialzeit, mit einem kritischen Blick auf die ehemaligen Kolonialmächte Belgien und Deutschland.

Was habt Ihr während dieses Jahres gelernt und welche Chancen seht Ihr jetzt?
Was wir auf jeden Fall für die Zukunft mitnehmen werden, sind die Online-Sitzungen. Durch dieses Format haben wir Zugang zu vielen Veranstaltungen. Ich habe trotz der aktuellen Situation zum Beispiel an vielen Fortbildungen und Konferenzen teilgenommen. Es ist wirklich positiv, dass es dadurch international und über Kontinente hinweg die Möglichkeit gibt, miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen.

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„Wie geht es dir?“ Am 19.06.2021 gibt es eine schöne bewegende online-Auftaktveranstaltung von Teilnehmer*innen, darunter viele, die in den ersten Imbuto-Jahren mitgemacht haben . Inzwischen sind sie erwachsen, haben kleine oder große Kinder. So haben sie Imbuto gesät und geerntet.
Heute leben sie in Aachen, Bonn, Fronhausen, Frankenberg, Hamburg, Jülich, Köln, Stuttgart, Wiesbaden oder in Brüssel, Flandern (Belgien), Lille (Frankreich), Lusaka (Zambia), London (GB) …
Erinnerungen an Seminare an vielen Orten, Reise in die Heimat Rwanda: viele Themen, viele Emotionen, viele Stimmen in vielen Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Kinyarwanda. Es ging um die Bedeutung von Imbuto für die Erfahrung von Krieg und Genozid in Rwanda, Resilienz und die heutige Lebenssituation.
Fazit für viele: „Imbuto hat mein Leben sehr positiv beeinflusst.“
Demnächst hier die Dokumentation mit u.a. 20 Jahre Imbuto e.V..

Blicke aus dem Süden: Aline Gislaine Nimbona – Mitglied von Imbuto – berichtet über das Leben in Dakar, Senegal: Solidarität – Corona im Senegal, März 2021 in Deutsch & en Français

Gefördert wird das Geburtstagsprogramm 2021 u. a. durch die Hessische Landesregierung „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen„. Imbuto bedankt sich sehr herzlich für diese Unterstützung.

Weltordnung soll Sache aller Ländern sein …

schreibt die Oberhessische Presse: „Afrika besteht aus vielen Ländern, die in der Weltordnung keine Rolle spielen. Das muss anders werden, sagt der Verein Imbuto, der in Fronhausen seinen Sitz hat. Der Verein „Imbuto“ mit Sitz in Fronhausen wird in diesem Jahr, genauer gesagt in diesem Monat 20 Jahre alt. Ziel des lokal und überregional agierenden Vereins ist es zum einen, über politische Bildungsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene zur Förderung der Völkerverständigung beizutragen. Dabei werden unter anderem Gruppen wie auch Einzelpersonen, die sich für eine konstruktive Gestaltung der Gesellschaft einsetzen und für gewaltfreie Konfliktlösungen eintreten, gefördert und beraten. Zum anderen geht es auch um konkrete Hilfe für Menschen in Afrika, aber auch für Afrikaner, die nach Europa gekommen sind …“>> 20 Jahre Imbuto e. V. 2.04.2021

Februar 2021: Nach einem intensiven Jahr 2020 der Vorbereitung geht unser neues Webportal online.  Mehr als 80% aller seit 2000 von Imbuto e. V. durchgeführten Projekte/ Programme werden dokumentiert, meist mit ausführlichen Berichten in Deutsch, Französisch und manchmal in Englisch.
Regelmäßig gibt es Neues aus dem Süden und dem Norden: Für Sie gesehen
Dazu gibt es Zugänge zu mehreren Hundert Organisationen, die auf dem Kontinent Afrika tätig sind – eine große Vielfalt. Sie finden dort tagesaktuell sehr viele Informationen zu Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, COVID 19, zu Krisen und Konflikten …
Eine Übersicht über alle Inhalte des Portals findet Ihr auf der Startseite ->> WillkommenZu den Inhalten des PortalsWo finde ich was …

2020: Vorbereitung des neuen Webportals: Daten der alten Webseite sichern, Entwicklung des Konzepts, Suche nach Finanzierung, Auswahl der Angebote. Wir entschieden uns für die Firma Kodarto in Gießen.
Dann: Aufbereitung der vorhandenen Daten sowie neuer Inhalte, Texte, mehrmaliges Korrekturlesen, Struktur und Design, Qualifizierung für das Einspeisen der Daten und technische Wartung des Portals. Es werden viele Dias und Fotos digitalisiert und die Rechte für die Abbildung von ca. 60 Personen eingeholt. Das Wichtigste: eine gute Struktur entwickeln – logisch, übersichtlich, komplementär. Dann das Design des Portals und die Sprache – alles sollte verständlich und den meisten Menschen zugänglich sein.

Ungezählte Tage werden ehrenamtlich von sieben Personen investiert, immer wieder Abstimmungsprozesse und – in CORONA-Zeiten – vierzehntägig virtuelle Arbeitsgespräche.
Mitwirkende: Muriel Imhof, Johanna Janusch, Farida Malikova, Sang-Min Park, Ulrich Schäfer, Hildegard Schürings, Susanne Steuber. Eine junge Akademikerin unterstützt bei der Erfassung der Daten unserer umfangreichen Bibliothek. Drei und bis heute zwei junge Studentinnen beginnen, ehrenamtlich bei Imbuto tätig zu werden – und sind bis heute dabei.

Seit Beginn der CORONA-Pandemie im März 2020 schreiben wir Blogs zu Corona auf dem Nachbarkontinent Afrika mit vielen Informationen zur politischen und wirtschaftlichen Situation. Dazu kommen später Afrika der Vielfalt und Black Lives Matter! mit den Themen: Dekolonisierung, struktureller Rassismus …

Gefördert wurde die Erstellung des Portals in deutscher Sprache durch die Hessische Landesregierung Programm: „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ 2020
sowie die Blogs: www.imbuto-blog-corona.de und https://www.imbuto-blog-corona.de/black-lives-matter/ durch Brot für die Welt, Berlin. DANKE SCHÖN